Mittel und Methoden


 

5.Mittel und Methoden pädagogischen Handelns

5.1. Das Spiel

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, so lang man klein ist – dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Innern, an die man sich halten kann.“ (Astrid Lindgren)

Als Freispiel bezeichnen wir den Zeitraum, in dem die Kinder frei über Spielart, Spielmaterial, Spieldauer, Spielpartner und Spielort entscheiden.

Das Spiel stellt die elementarste Lebens- und Lernform des Kindes dar.
Deshalb wird in unserer Einrichtung dem Freispiel ein hoher Stellenwert beigemessen.

Spielen und Lernen sind keine Gegensätze, sondern eng miteinander verknüpft.
Freie Spielprozesse sind immer auch Lernprozesse, denn Kinder lernen in erster Linie durch freies Spielen.

So werden während des Spieles vier verschiedene Basiskompetenzen gefördert:

5.1.1. Personale Kompetenz

Die Förderung der personalen Kompetenz (Ich-Kompetenz) umfasst:

  • die Eigenwahrnehmung und die Befriedigung eigener Bedürfnisse
    (Was tut mir heute gut? Auf welche Form von Spiel habe ich Lust?)
  • die Entwicklung des Gefühls für Anspannung und Entspannung
    (In welchem Spiel finde ich nach einer Anstrengung wieder Ruhe und Entspannung?)
  • die Einschätzung eigener Stärken und Schwächen
  • die eigene Entscheidung, womit, mit wem, wo, wie und wie lange gespielt wird
  • die Selbstverantwortung für das eigene Tun und die eigenen Entscheidungen
  • das freie Spiel mit eigenen Interessen, Wünschen, Ängsten und Phantasien

5.1.2. Sozialkompetenz

Die Förderung der Sozialkompetenz umfasst:

  • Kommunikation und Interaktion
  • Beachtung von Gruppenregeln
  • Begegnung mit anderen Kindern
  • Konfliktlösung
  • Verantwortung für das eigene Tun
  • Positionierung innerhalb der Gruppe
  • Meinungsäußerung

5.1.3. Lernmethodische Kompetenz

Die Förderung der Lernmethodischen Kompetenz umfasst:

  • ein Lernen durch Versuch, Irrtum und eigene Erfahrungen
  • Erfahrungen mit sich selbst, in der Gruppe und mit unterschiedlichen Materialien
  • Informationsbeschaffung und deren Vertretung
  • sich selbst Lernaufgaben und Ziele zu setzen
  • eigene Lernprozesse zu hinterfragen
    (Was kann ich schon gut? Was möchte ich noch lernen? Was könnte ich anders angehen?)

5.1.4. Resilienz

Als Resilienz bezeichnet man die Fähigkeit schwierige Situationen zu meistern, so dass sich das Kind trotz außergewöhnlicher Situationen positiv entwickeln kann.

 

 

 

 

Um Kinder resilient zu machen, unterstützen wir folgende Eigenschaften:

 

 

 

 

 

5.2. Das „Spielen in der Bauecke“

Viele unserer Kinder spielen gerne in der Bauecke. Der Sinn und die Hintergründe von Konstruktions- und Bauspielen…. Im Konstruktionsspiel lernt das Kind nach verschiedenen Stadien des Bauspiels, zuerst mit einfachem (Duplo, Holzbauklötze, …), später mit anspruchsvollerem Material (Playmobil, Lego, Poly M, Konstri) das Konstruieren. Ausgehend vom Umgang mit Bauklötzen, über Legosteine bis hin zum Konstruktionsbau-kasten, etc. ahmt das Kind die Realität nach und begreift und variiert damit technisch- konstruktive Zusammenhänge.

Lerneffekt und Erfahrungen beim Umgang mit Konstruktions- und Bauspielen                                 Kinder:

  • stellen auf ihre Weise die Realität dar und reproduzieren Bekanntes (wiedererkennbare Bauwerke, die sie auch benennen, z.B. Flugzeuge, Fahrzeuge)
  • lernen mit Gleichaltrigen zusammenzuarbeiten. Immer wieder entstehen Bauwerke im Rahmen einer Gemeinschaftsarbeit
  • treten über das Bauen in Interaktion mit anderen Kindern und schlüpfen in Rollenspiele
  • üben sich im Ideenreichtum und in ihrer Kreativität
  • beweisen große Ausdauer und Konzentration beim Bau eines Werkes. Die Kinder bleiben eine lange Zeitspanne konzentriert bei der Sache. Einige Kinder dehnen das Bauen auch über mehrere Tage aus.
  • üben sich in ihrer Hand- und Fingergeschicklichkeit (Feinmotorik), besonders bei kleinen Bauteilen
  • entwickeln Verständnis für Größenverhältnisse
  • sortieren Dinge nach Größe, Form, Farbe, Gewicht und erwerben damit wichtige mathematische Grundkenntnisse
  • lernen Gleichgewicht herzustellen und zu stabilisieren (wie hält welches Bauwerk ohne umzufallen?)
  • schulen ihr Erinnerungsvermögen um das jeweilige Bauwerk erneut errichten zu können (bestimmte Bauwerke werden nach dem Abbauen wieder gebaut)
  • lernen, Probleme zu lösen
  • entwickeln ein mit dem Bauen verknüpftes Vokabular (welche Teile befinden sich an einem Flugzeug oder einem LKW?)

5.3. Offenes Angebotskonzept

Wir bieten für Ihr Kind zwei Projektgruppen am Nachmittag an:

Jeden Dienstag und Donnerstag von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Dort spielen, werken, meditieren, etc. wir gemeinsam mit den Kindern – ab 5 Jahren. Wir versuchen dabei herauszufinden, was die Kinder im Moment interessiert und was sie beschäftigt. Diese gemeinsamen Interessen greifen wir auf und entwickeln daraus eine Geschichte mit den Kindern, die sich darstellen lässt.

Die Kinder sollen eigene Ideen einbringen und mit unserer Unterstützung umsetzen. Bereiche wie Kostüme, Kulisse, Musik und Schminken gehören mit zum Projekt.

5.4. Projektarbeit – Was bedeutet für uns Kinderkonferenz

Hierzu ein Beispiel zum Thema: „Fasching“

Kurz vor Faschingsbeginn treffen sich alle Kinder  um gemeinsam herauszufinden, wie das Faschingsthema  lauten soll.
Kinderkonferenz

Folgende Regeln und Erklärungen begleiteten uns:

Regeln und Erklärungen sind Basiskompetenzen
Gemeinsam werden Entscheidungen getroffen

(demokratische Teilhabe aller Kinder / Mitverantwortung aller) PARTIZIPATION

Kinderkonferenz heißt:

 

 

 

 

 

 

 

Jeder kommt zu Wort
(Stoffsammlung)

 

 

                    Mit- und Selbstbestimmung aller Kinder

Wir lassen einander ausreden und hören zu                                                                                                                                                                   

                    Gesprächs- und Abstimmungsregeln
werden vermittelt (dazu verwendeten wir eine Kelle, die       auf einer Seite rote Farbe besitzt = Signal leise sein und zuhören und auf der anderen Seite die grüne Farbe besitzt = jetzt rede ich;

 

Die Kelle bei der Kinderkonferenz

Wir beginnen mit einer Stoffsammlung.
Aus dieser Stoffsammlung können sich mehrere Themenschwerpunkte herauskristallisieren, wie z.B.

Thema Stoffsammlung
Das Leben auf der Burg Prinzessinnen, Ritter, Burg, Schloss, Thron, Feen, Schneewittchen, Hexe, Gespenst, Gaukler, Wachen, Koch
Im, auf und unter dem Wasser Piraten, Schiffe, Meer, Insel, Meerestiere
Der wilde Westen Indianer, Cowboys
Märchen Märchenfiguren

Die Erzieherinnen legen nun für Kinder optisch unterscheidbar durch verschiedenste Materialien, die Themen in die Mitte
Verschiedene Materialien in der Mitte / Kinderkonferenz

Nun können die Kinder ihr Lieblingsthema wählen – anhand Ihres Garderobensymbols.
Wahl der Themen mit den Garderobensymbolen

Das Thema mit den meisten Stimmen wird unter Einbindung der Kinderideen und unter Mitwirken der Eltern umgesetzt.

5.4.1. Waldprojekt

Einmal jährlich (meistens im Frühjahr) begeben wir uns vormittags von 8:30 Uhr bis ca 12:30 Uhr für eine Woche in ein sich in der Nähe befindendes Waldstück. Es nehmen alle Kinder daran teil. Sie sind mit dem Wetter entsprechender Kleidung ausgestattet und tragen ihre Brotzeit, Getränke und Sitzunterlagen in einem Rucksack mit sich. Im Rahmen dieses Projektes werden gemeinsam mit den Kindern im Vorfeld wichtige Regeln und Grenzen für die Waldwoche erarbeitet, die für Kinder nachvollziehbar sind (z.B. Gefahren im Wald).

Ein Vormittag im Wald

Nach der Ankunft im Wald (ca. 9:15 Uhr) versammeln wir uns zum Begrüßungslied in einem Kreis. Hier werden die Angebote, die im Laufe des Vormittags stattfinden, besprochen. Nach unserem gemeinsamen Waldfrühstück beginnt dann das freie Spiel im Wald und in gezielten Aktionen wie z.B. Räuber- und Gendarm-Spiel, Bauen eines kleinen Bootes, Kopfschmuck aus Naturmaterial, Bauen kleiner Wichtelhäuser und Gärten, Bestimmen von Pflanzen und Bäumen, Legen eines Naturmandalas und vieles mehr. Bevor wir den Rückweg zum Kindergarten antreten, treffen wir uns nochmals zu einem Abschlusskreis an unserem Lagerplatz und verlassen das Waldstück so, wie wir es vorgefunden haben. Um ca. 12:30 Uhr kommen wir wieder im Kindergarten an.

Pädagogische Ziele und Schwerpunkte der Waldtage

5.4.2. Umwelt und Natur

Wir entdecken die Umwelt und die Natur.

5.4.3. Bewegung
Bewegung im Wald

5.4.4. Modellprojekt – FITZ (Fit in die Zukunft)

Unser Kindergarten nimmt am FITZ (Fit in die Zukunft) Modellprojekt der Stadt Rosenheim teil. Für dieses Modellprojekt haben sich 9 Kindertagesstätten, 3 Grundschulen, die „Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim“, die Kultur und Sozialstiftung Dr. Michael Stöcker, das Staatliche Schulamt und die Stadt Rosenheim zusammengetan, um gemeinsam neue Wege in der Begabungsförderung von Kindern einzuschlagen. Der Kindergarten bildet zusammen mit der Volksschule Aising den Modellstandort II. Zusammen mit der Grundschule werden hier Projekte entwickelt, die gezielt auf die Stärken und Fähigkeiten der Kinder eingehen. Im Kindergartenjahr 08/09 ist in diesem Zuge ein großes Musicalprojekt „Arche Noah“ entstanden. Jedes Kind konnte sich mit seinen individuellen Talenten und Interessen in die Gestaltung des Musicals einbringen. So soll in unserer Einrichtung auch in Zukunft der Blick bewusst auf die Fähigkeiten und Ressourcen der Kinder gelenkt werden. Die Förderung von künstlerischen, musischen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten wird hier im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Im Jahr 2009/2010 wurde in Zusammenarbeit mit Kindern der Grundschle Aising ein Projekt im Bereich Sprache entwickelt.

 

Ein paar Beispiele dazu:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5.5. Gestaltung von Übergängen

5.5.1. Von der Familie in die Kinderkrippe

Die Eingewöhnung in die Kinderkrippe ist ein gravierender Einschnitt in bisher Vertrautes. Eine sanfte und gute Ablösung nimmt bei uns einen besonderen und pädagogischen Schwerpunkt ein und soll sich in dem dafür notwendigen zeitlichen Rahmen bewegen.

( Münchner Modell )

Um eine gute Ablösung vom Elternhaus zu erreichen, bedarf es folgender Rahmenbedingungen für das Kind.

  • Sanfte Ablösungsphase, abgestimmt auf das einzelne Kind
  • Ausreichend Zeit, um mit dem Kind vertraut zu werden
  • Unter Einbindung und Mithilfe der Eltern
  • Gewohnte Rituale der Familie weiterführen
  • Feste Bezugsperson ( Erzieherin ) ermöglichen
  • Wiederkehrende Rituale im Tagesablauf schaffen
  • Auf das Kind abgestimmte Bring- und Abholvereinbarungen, sowie Aufenthaltszeiten mit den Eltern vereinbaren
  • Stundenweiser Aufenthalt in Anwesenheit eines Elternteiles
  • Schrittweise angekündigter Rückzug des Elternteiles
  • Die Zahl der einzugewöhnenden Kinder begrenzen, um die Eingewöhnungsphase ausreichend und mit viel Aufmerksamkeit der Erzieherin begleiten zu können. Gleichzeitig soll das Gruppengeschehen im Auge behalten werden.
  • Führen eines Eingewöhnungstagesbuches und Reflexionsbogens durch die Erzieherin

Die Eingewöhnung besteht aus:

Grundphase Stabilisierungsphase Schlussphase

 

Das Ende der Eingewöhnungsphase ist mit einem gemeinsamen Gespräch zwischen Eltern/Erzieherin verbunden und dient der Reflektion

Beschreibung der Umsetzung aller Rahmenbedingungen  im Krippenalltag erfolgt in der Zusammenarbeit mit dem neuen Krippenteam.

 

 

 

 

 

5.5.2.Die Beziehung zum Kind

Damit das Kleinkind eine gute Beziehung zur Erzieherin aufbauen kann, benötigt diese folgende Eigenschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5.5.3.Das Münchner Modell

 

 

 

 

Wir bereiten die Eingewöhnung gewissenhaft vor

Folgenden Elternbrief, als Informationsmaterial, teilen wir an die Eltern aus, vorab wird er im Elternabend besprochen.

Elternbrief

 

 

 

Ein Vorgespräch mit der Leiterin und Gruppenleitung ermöglicht ein erstes Kennenlernen. In diesem Gespräch werden Ihnen genau die Grundzüge der Eingewöhnung erklärt und Sie haben die Möglichkeit:

 

v  gegenseitige Erwartungen zu besprechen. Natürlich können Sie auch gerne mit uns über Ängste und Sorgen im Zusammenhang mit dem Krippenbesuch sprechen.

v  Bei diesem Gespräch  wird ausführlich über Ihr Kind gesprochen. Wir wollen es kennenlernen mit seinen Eigenschaften, Verhaltensweisen, Ritualen und Dingen die ihm und Ihnen wichtig sind. Dabei kann auch abgeklärt werden, welche Rituale und Abläufe wir übernehmen können und was wir nicht leisten können.

v   Bei einem Rundgang durchs Haus lernen Sie unsere  Kindertageseinrichtung und Ihre zukünftige Gruppe mit dem dazugehörigen Personal kennen.

v  Gerne dürfen Sie zu diesem Gespräch Ihr Kind mitbringen, so kann hier schon ein erster Kontakt stattfinden.

 

 

 

  • Nutzen Sie die Zeit bis zum regelmäßigen Besuch der Krippe um Ihr Kind auf die neue Lebenssituation vorzubereiten. Ihr Kind soll wissen, dass es bald ein Krippenkind ist. Wichtig ist es dem Kind zu vermitteln, dass es in der Kita willkommen ist und dass Sie hinter dem Besuch stehen.
  • Wir möchten Sie bitten ein Ich-Heft für Ihr Kind vorzubereiten, welches das Kind mit in die Einrichtung nimmt, mit Fotos von Mama, Papa, Kind, wichtigen Bezugspersonen, bekannter Umgebung, Haustier usw. Mit diesem Heft kann das Kind ein Stück Heimat mit in die Einrichtung nehmen.
  • Ihr Krippenpersonal fertigt Ihnen dazu eine Vorlage an.

 

 

 

……… dauert 4  –  5   Tage   über    2   –   3   Stunden

  • Die Erzieherin Ihres Kindes erwartet Sie und heißt Sie willkommen.
  • In dieser Phase sollen sich alle Beteiligten gegenseitig kennen lernen und die Eltern gewinnen Einblick in den pädagogischen Alltag. Dabei lernen Sie zusammen mit Ihrem Kind einige Räume, einige Spielmaterialien, die Bezugserzieherin, das Team, einige Kinder und den Halbtagesablauf kennen.
  • In dieser Phase ist es wichtig, dass Sie dem Kind Zeit geben. Setzen Sie sich an den Rand des Gruppengeschehens und beobachten Sie zunächst mit dem Kind die Gruppe,
  • drängen Sie Ihr  Kind nicht am Gruppengeschehen teilzunehmen, Kinder werden von sich aus Kontakt aufnehmen.
  • In dieser Phase sind Sie für Ihr Kind verantwortlich und führen auch alle pflegerischen Aufgaben durch. Deshalb ist es wichtig, dass Ihre ganze Aufmerksamkeit Ihrem Kind gilt. Es kann sich von Ihnen entfernen und wieder zurück kommen in seinem ganz eigenen Tempo. Sie dürfen sich frei im Haus bewegen und unser Team und unsere gesamte Einrichtung kennenlernen.
  • Die Erzieherin wird sich in dieser Phase bewusst zurückhalten und von sich aus keinen direkten Kontakt zum Kind aufnehmen, sondern auf die Initiative des Kindes warten, Blickkontakt aufnehmen, das Kind beobachten, beim Wickeln und Füttern zuschauen usw. Die Erzieherin ist Gastgeber und Ansprechpartner für Eltern und Kind.
  • Damit Sie den ganzen Tagesablauf kennenlernen sind unterschiedliche Besuchszeiten sinnvoll. Dies wird die Bezugserzieherin mit Ihnen planen und besprechen. Wenn Sie Fragen haben schreiben Sie diese in Ihr Eingewöhnungsheft und besprechen Sie diese im Anschluss mit der Erzieherin.

 

………dauert    3    –    6    Tage                              Regelmäßige Zeiten

  • Jetzt sollen Sie  und Ihr Kind die Sicherheit gewinnen, die sie brauchen, um sich voneinander zu trennen.
  • Ein Zeichen von Sicherheit ist es, wenn Ihr Kind von sich aus Kontakt zu anderen Kindern und der Erzieherin aufnimmt, sich von der Bezugserzieherin wickeln und füttern lässt  und Sicherheit im Tagesablauf gewinnt.
  • Auch Sie als Eltern brauchen Sicherheit und Vertrauen zur Erzieherin, wenn Sie sich von  Ihrem  Kind trennen sollen.
  • Sie können diese Phase unterstützen, indem Sie sich immer mehr zurück nehmen und die Aktivitäten zunehmend der Bezugserzieherin überlassen, aber selbst als sicherer Hafen für das Kind zur Verfügung stehen.
  • Die Erzieherin wird nun verstärkt Kontakt zu dem Kind aufnehmen, Wickeln und Füttern in Ihrem Beisein übernehmen und täglich kurze Reflexionsgespräche mit Ihnen führen.

Zeitrahmen:    Die erste Trennung nie an einem Montag und nicht vor dem  7.    Tag durchführen

  • Das Kind hat mittlerweile eine vertrauensvolle Beziehung zur Bezugserzieherin aufgebaut und fühlt sich in der Gruppe wohl.
  • Sie als Eltern sollten spüren, dass das Kind gut aufgehoben ist und Sie sollten sich zur vereinbarten Zeit von Ihrem Kind trennen können. Der Zeitpunkt der Trennung wird mit Ihnen abgesprochen.
  • Wichtig ist in dieser Phase die genaue Beobachtung des Kindes, denn es lässt sich anhand von seinen Verhaltensweisen erkennen, ob es bereit zur ersten Trennung ist. Beispiele für solche Verhaltensweisen sind:
Das Kind zeigt Neugierde verhalten und erkundet die nähere Umgebung auch ohne Eltern, versichert sich nicht mehr permanent durch Blicke, Zurücklaufen oder Rufen von der Anwesenheit der Eltern.

Das Kind ist offen für Personen, wendet sich bei Unterstützungsbedarf auch der Erzieherin zu.

Das Kind zeigt positive Gefühle, reagiert auf Aktionen, beteiligt sich an Pflegesituationen, zeigt zielgerichtete Aktivitäten usw.

 

v  Wenn Sie zusammen mit der Erzieherin zu dem Ergebnis gekommen sind die erste Trennung zu versuchen, sprechen Sie gemeinsam ein Trennungsritual ab, (bewusst verabschieden – z.B. ich gehen und komme wieder, Kuss, drücken, winken, gehen, nach besprochener Zeit wieder kommen). Ein Übergangsobjekt oder das Ich-Fotobuch kann dem Kind helfen.

Gemeinsam für das Wohlbefinden des Kindes

In der ersten Zeit wird Ihre Erzieherin viele Fragen über Ihr Kind stellen. Sie tut dies, um herauszufinden, was es braucht, wenn Sie nicht anwesend sind.

So wichtig für uns Ihre Auskünfte sind, so wichtig ist es natürlich auch, dass Sie alle Informationen bekommen, die Sie brauchen, um sich selbst bei uns wohl zu fühlen. Manche Fragen lassen sich bei Ihrem Aufenthalt in der Gruppe klären, manche benötigen aber auch ein gesondertes Gespräch, damit die Erzieherin genügend Zeit und auch Ruhe hat Ihnen zu antworten. Die Erzieherin wird Ihnen mitteilen, wann sie sich mit Ihnen zu einem Gespräch treffen wird.

Auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle Ihres Kindes freut sich

Ihr Kitateam

 

5.5. Gestaltung von Übergängen in den Kindergarten

5.5.1. Vom Kleinkind zum Kindergartenkind

Etwas Neues beginnt, wenn Kinder und Eltern in den Kindergarten kommen. Der Eintritt in den Kindergarten ist für Kinder ein neuer Lebensabschnitt von hoher Bedeutung.

Man spricht hierbei von „Übergängen oder Transitionen“

Es wird behauptet:

„Gelingt der Übergang in den Kindergarten gut,
so werden auch andere Übergänge im Leben der Kinder positiv verlaufen.“

5.5.1.1. Veränderungen für die Kinder:

  • Bewältigung von starken Gefühlen und Spannungen (Trennungsangst)
  • Einlassen auf eine neue Umgebung
  • Gleichzeitiges Verarbeiten vieler neuer Eindrücke
  • Anpassung
  • Regeln erlernen und akzeptieren
  • Der Tagesablauf bekommt Struktur
  • Beziehungen zu Kindern und Erzieherinnen knüpfen, aufbauen und vertiefen
  • Eingliederung in eine bestehende Gruppe
  • Positionierung innerhalb der Gruppe
  • Akzeptanz von unterschiedlichen Welten (zu Hause – Kindergarten)
  • Viele Kinder teilen sich eine erwachsene Bezugsperson
  • Bedürfnisse werden nicht sofort oder gar nicht gestillt
  • Lernen sich selbst zu organisieren (anziehen, Brotzeit, Toilette, etc. …)

5.5.1.2. Veränderungen für die Eltern:

  • Positives Selbstbild entwickeln als Eltern eines Kindes, das den Kindergarten besucht
    „Ich bin Mutter und mein Kind besucht eine Einrichtung, was seiner Entwicklung förderlich ist“
  • Abschied von einem intensiven engen Eltern-Kind-Lebensabschnitt (Nest-Gefühl)
  • Unsicherheit im Umgang mit den neuen Miterzieherinnen
  • Loslassen des Kindes und Loslösen vom Kind
  • Akzeptanz neuer Regeln und anderer Kommunikationsstile
    z.B. pünktliches Bringen und Abholen, Plakate lesen, Absprachen einhalten, etc …
  • Bereitschaft den Erzieherinnen zu vertrauen, ihre professionelle Ausbildung anzuerkennen und ihre Arbeit wertzuschätzen
  • Klärung von Wünschen, Fragen, Anregungen, Freude und Kritik im Gespräch
  • Beachtung der Interessen und Bedürfnisse aller Kinder der Gruppe und der Einrichtung
  • Neues soziales Kontaktnetz für Eltern
  • Neuer Tagesrhythmus

 

Was ermöglicht die Einrichtung den Familien um sich gut einzuleben

Folgende Möglichkeiten werden angeboten:

  • ein Tag der „offenen Tür“
  • Aufnahmegespräche
  • Informations-Elternabend
  • Eingewöhnung in einer Spielgruppe in der Versöhnungskirche in Kooperation mit dem Kindergarten
  • Besuchstage
  • Patenschaften unter den Kindern
  • Austausch mit anderen Eltern
  • Hospitationsmöglichkeiten für Eltern
  • Elterngruppen, Elternbeirat, Theatergruppe, Familiengottesdienstteam, Kindergartenbücherei, Kindergartenzeitung, Elternfrühstücke, etc…

Wir haben immer ein offenes Ohr für die Belange, Wünsche, Sorgen und Nöte der Eltern und der Kinder.

Unser Leitgedanke:

Wir wollen eine positive, vertrauensvolle, ergänzende Zusammenarbeit zwischen unserer Einrichtung und dem Elternhaus zum Wohle der Kinder erreichen mit dem Gedanken:

                                     „… dass sie fröhlich wachsen …“

                                                      

5.5.1.3. Anforderungen an die Erzieherinnen:

  • Hilfe bei der Trennung von Eltern und Kindern
  • Zeitkorridor schaffen
  • Probebesuche anbieten
  • Bereitschaft sich immer wieder auf neue Kinder und damit neue Gruppenkonstellationen einzustellen
  • Kindern helfen sich in ihrer neuen Umgebung zurecht zu finden
  • Auf individuelle Fähigkeiten, Fertigkeiten und Charaktere eingehen
  • Eltern umfassend über die Einrichtung und den Verlauf der Kindergartenzeit informieren
  • Eltern als Partner sehen
  • Elternberatung anbieten
  • Elterngespräche führen, den momentanen Entwicklungsstand benennen, auf Entwicklungsschritte und Entwicklungsverzögerungen hinweisen
  • Kindern Freude, Spaß und eine heimelige Atmosphäre bieten

5.7. Vom Kindergartenkind zum Grundschulkind

Wir pflegen einen regen Austausch und eine gute Zusammenarbeit mit den Erstklasslehrern und Erstklasslehrerinnen der Grundschule Aising. Wir informieren, beraten und begleiten Eltern über die sogenannte Schulfähigkeit ihrer Kinder. Auch bei diesem Übergang haben Kinder, Eltern und Erzieherinnen Veränderungen zu bewältigen

5.7.1. Veränderungen für das Kind

  • Kompetenz als Schulkind entwickeln
  • Basiskompetenzen einsetzen
  • Beziehungen zu Lehrkräften und zu anderen Schülern knüpfen
  • Entwicklung bzw. Einsatz von Kommunikationsfähigkeiten, Problemlösefertigkeiten, Stressbewältigung, Selbstvertrauen, sozialer Kompetenz, positiver Einstellung zum Lernen
  • größere Selbständigkeit
  • Abschied vom Kindergarten
  • neuer Tages-, Wochen- und Jahresablauf
  • Beteiligung an der Schulkultur

5.7.2. Veränderungen für die Eltern

  • Mitverantwortung bei der Gestaltung des Übertrittes zur Schule
  • Beziehungen zu Lehrkräften aufbauen
  • Abschied vom Kindergarten nehmen
  • Veränderungen im Familienalltag
  • Einbindung in den Schulalltag

5.7.3. Anforderungen an die Erzieherinnen

  • Vorbereitung der Kinder auf die Schule
  • Vermittlung von Basiskompetenzen, z.B. sprachliche Kompetenz, soziale Kompetenz, mathematische Kompetenz, …
  • Schulbesuche mit den Kindern
  • Beratung der Eltern
  • fachlicher Austausch mit der Schule unter Einbindung der Eltern
  • Schulfähigkeit des Kindes klären
  • Vermittlung von Fachdiensten bei Bedarf (z.B. Logopädie, Ergotherapie, etc…)
  • Abschied nehmen von den Kindern

Wir bemühen uns um einen guten Übergang, und:

  • erkunden den Schulweg
  • besuchen mit den Kindern die Schule
  • kennen alle Erstklasslehrer / Erstklasslehrerinnen und tauschen uns mit ihnen aus
  • gestalten gemeinsam mit der Schule einen Elternabend
  • basteln Schultüten
  • entwickeln zum Abschied Rituale (Segnungsgottesdienst, Schulranzentag, Abschiedsfest, Lieder, Geschichten, Gedichte, …)
  • arbeiten in Kleingruppen mit den zukünftigen Schülern um ihre Kompetenzen zu festigen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5.7. Die Sauberkeitsentwicklung Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung

Auf die Intimsphäre der Kinder wird geachtet, insbesondere beim Wickeln. Das Kind hat die Bezugsperson für sich alleine. Dies entspricht einer engen sozial-emotionalen Bindung, auf die wir Wert legen.

 

Auf einen behutsamen Übergang vom Wickeln zur Sauberkeit wird in der Einrichtung geachtet und setzt beim Kind eine bestimmte körperliche Reife voraus. Dem Kind gelingt dies erst, wenn es seine Blasen- und Enddarmmuskulatur kontrollieren kann. Dieser Reifungsprozess ist vernetzt mit anderen Entwicklungsschritten, wie der Entwicklung des eigenen Willens und der Handlungskontrolle und darf nicht losgelöst von diesen gesehen werden.   Die Erzieherinnen begleiten und unterstützen ganz individuell das Kind in dieser Entwicklung. Sie leisten je nach Entwicklungsstand angemessene Hilfestellung und Ermunterung, in enger Zusammenarbeit und Absprache  mit den Eltern.

Um die Gesunderhaltung der Kinder zu gewährleisten legen wir ein besonderes Augenmerk auf das psychische, aber auch auf das körperliche Wohlergehen der Kinder.

Die Basis dazu ist:

Ausreichend Schlaf gesunde Ernährung Viel Bewegung Zuwendung und Nähe

 

5.8. Raumkonzept

5.8.1. Kinderkrippe – wird noch erarbeitet

5.8.2.Kindergarten

Deckenhaus (Beschreibung des Raumes aus Sicht der Kinder)

Deckenhaus

  • Hier kann ich mich zurückziehen und muss nicht mit allen Kindern in der Gruppe zusammen sein.
  • Hier kann ich mir zum Spielen immer zwei Freunde aussuchen.
  • Hier können wir uns ein Lager aus Decken, Kissen und Matratzen bauen.
  • Hier können wir ausprobieren, wie unser Lager am besten gebaut werden kann, ohne dass es einstürzt.
  • Hier können wir es uns kuschelig und gemütlich machen Wenn wir wollen ist es auch dunkel.
  • Hier kann ich mich auch mal verstecken und mit meinen Freunden Geheimnisse haben.
  • Hier können wir auch Vater, Mutter und Kind spielen (Rollenspiele).
  • Hier ist kein Erwachsener dabei, ich kann ihn jedoch holen, wenn ich Hilfe benötige.

Deckenhaus (Beschreibung des Raumes aus Sicht der Erzieherin)

Uns ist es wichtig, geeignetes Spielmaterial auf die BEDÜRFNISSE und FÄHIGKEITEN der Kinder abzustimmen. Kinder sind begeistert davon „Lager“ zu bauen.

  • Dieser Raum dient Ihrem Kind als Rückzugsmöglichkeit, um mehr Ruhe zu erfahren und nicht mit der Gesamtgruppe zusammen zu sein,
  • um mit selbst ausgewählten Kindern zu spielen und nicht konstant von den Erzieherinnen beobachtet zu werden (Entwicklung und Erlernen von Selbststeuerung).
  • Dieser Raum schafft durch seine Wahl der Farben und der Materialien eine angenehme Atmosphäre, in der sich Ihr Kind wohl fühlen kann (Schaffung einer angenehmen Spiel-und Lernumgebung).
  • Ihr Kind kann hier frei von Führung selbst aktiv werden und sein Spiel bestimmen, und somit kreativ werden
  • Es kann beim Lagerbauen ausprobieren, was technisch, statisch und physikalisch möglich ist.
  • und Problemlösefähigkeiten ausbauen.
  • Es kann die gewonnenen Erfahrungen einbeziehen (es lernt durch Ausprobieren)
  • Ihr Kind wird motorisch gefordert.
  • Der Raum bietet Ihrem Kind die Möglichkeit in verschiedene Rollen (Rollenspiel) zu schlüpfen (z.B. lernt es hierbei u.a. zwischen Realität und Phantasie zu unterscheiden auf andere Kinder einzugehen, Kompromisse zu schließen etc.….).

Bau- und Konstruktionsecke im Flur (Beschreibung aus Sicht der Kinder)

Bau- und Konstruktionsecke

  • Hier kann ich mich zurückziehen.
  • Hier kann ich mir zwei Freunde aussuchen.
  • Hier können wir mit Lego schöne Sachen bauen und damit spielen.
  • Meine Bauwerke machen mich stolz.
  • Hier können wir mit dem Magnetspiel verschiedene Formen gestalten, bauen und damit spielen.
  • Wenn wir wollen können wir unsere Bauwerke stehen lassen.
  • Hier ist kein Erwachsener dabei, ich kann aber Hilfe holen, wenn ich sie benötige.

Bau- und Konstruktionsecke im Flur (Beschreibung aus Sicht der Erzieherin)

  • Diese Spielecke dient Ihrem Kind als Rückzugsmöglichkeit, um mehr Ruhe zu erfahren und nicht mit der Gesamtgruppe zusammen zu sein,
  • um mit selbst ausgewählten Kindern zu spielen, zu bauen, ohne dabei konstant von der Erzieherin beobachtet zu werden (Entwicklung und Erlernen von Selbststeuerung).
  • Diese Spielecke schafft durch seine Wahl von Spielmaterialien einen Bereich für ein kreatives und experimentelles Bauen mit anschließende Spielmöglichkeiten.

Das Magnetspiel:

  • Ermöglicht ihrem Kind seinen Forscherdrang zu stillen
  • und seine Neugierde zu befriedigen.
  • Es lernt spielerisch dreidimensionale Körper wahrzunehmen und feinmotorisch zu arbeiten.
  • Ihr Kind setzt hierbei seine Kreativität ein.
  • Es hat die Möglichkeit zur Farblehre und wird
  • kognitiv gefordert.

Das Legospiel:

  • Ermöglicht Ihrem Kind „ Bauwerke „ anzufertigen.
  • Es benötigt dazu Phantasie und Vorstellungsvermögen.
  • Seine Feinmotorik ist gefragt, es kann sortieren und bauen nach Größe und Farben.
  • Bei beiden Spielformen braucht Ihr Kind soziale Fähigkeiten in der Auseinandersetzung mit anderen Kindern und eine adäquate Sprache.

 

 Kreativwerkstatt (Beschreibung aus Sicht der Kinder)

Kreativwerkstatt

  • Hier kann ich Freude am Malen und Basteln erleben.
  • Hier kann ich ruhig werden.
  • Hier kann ich mich im Umgang mit Farben üben.
  • Hier kann ich meine Ideen ausleben und fantasievoll sein.
  • Hier kann ich entdecken, was ich gut kann.
  • Hier kann ich stolz auf meine Werke sein.
  • Hier kann ich mich mit Bildern ausdrücken.

 Kreativwerkstatt (Beschreibung aus Sicht der Erzieherin)

  • Die Kreativwerkstatt bietet Ihrem Kind die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichen Materialien kreativ zu beschäftigen.
  • Während des Freispiels stehen den Kindern verschiedene Farben und Bastelmaterialien zum Experimentieren und kreativen Gestalten zur Verfügung.
  • Ebenso bieten wir Erzieherinnen themenbezogene Angebote in Kleingruppen in der Kreativwerkstatt an.

Unsere Ziele sind dabei:

  • Entwickeln handwerklicher Fähigkeiten
  • Selbständigkeit
  • Kreativität und Ideenreichtum
  • Entwicklung eines Selbstwertgefühls durch selbständiges aktives Handeln
  • Stärkung von Grob- und Feinmotorik
  • Schulung der Hand-Augen-Koordination
  • Ausdauer üben

Turnraum (Beschreibung aus Sicht der Kinder)

 

  • Ich habe Freude daran mich zu bewegen.
  • Hier kann ich mit meinen Freunden meine Kräfte messen.
  • Hier dürfen wir auch mal ohne Erwachsene sein.
  • Hier können wir mal so richtig toben.
  • Hier kann ich mir Freunde aussuchen.
  • Hier kann ich viele Dinge selbständig ausprobieren.
  • Hier kann ich stolz darauf sein, was ich schon alles kann.

Turnraum (Beschreibung aus Sicht der Erzieherin)

  • Das Bewegungsspiel im Turnraum zählt zu den grundlegendsten Betätigungs-und Ausdrucksformen von Kindern, da sie dort vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln können ( klettern, hüpfen, balancieren ).
  • Ihr Kind kann seinen Bewegungsdrang ausleben und Körperbeherrschung lernen
  • Durch vielseitige Wahrnehmungs-und Bewegungsspiele entwickeln Kinder ein intensives Körpergefühl, was sich sehr positiv auf die Gesamtpersönlichkeit des Kindes auswirkt ( Selbstsicherheit, Selbständigkeit ).
  • Ihr Kind erwirbt Kenntnisse über sich selbst, es lernt seine Fähigkeiten einzuschätzen z.B. Gleichgewichtsförderung beim Balancieren. Es erlangt Selbstsicherheit z.B. beim Klettern an der Sprossenwand
  • Es kann soziale Lernerfahrung sammeln z.B. bei Gemeinschaftsspielen.
  • Der Turnraum bietet Ihrem Kind die Möglichkeit in möglichst offenen Bewegungssituationen seine motorischen Fähigkeiten selbständig zu erproben und zu vertiefen

OHNE AUFSICHT:
dürfen nur einige von uns ausgewählten Geräte benutzt werden, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.                                                                                                                         UNTER AUFSICHT UND ANLEITUNG:
dürfen alle Turngeräte benutzt werden.

Der Ruheraum (Beschreibung aus Sicht der Kinder)

Der Ruheraum                                                                                                                                    Aus Sicht der Kindergartenkinder:

  • Hier kann ich mich mit 2 Freunden zurückziehen
  • Hier kann ich ruhige Musik hören, und dazu auch ein Mandala malen.
  • Ich kann auch eine CD anhören.
  • Wenn ich möchte kann ich hier basteln.
  • Die Erzieherinnen arbeiten hier mit den schlauen Füchsen.

Aus Sicht der Schulkinder:

  • Wir Schulkinder können hier in Ruhe Hausaufgaben machen.
  • Wir haben hier im Regal unsere eigenen Malutensilien und Spiele.
  • Nach den Hausaufgaben haben wir hier die Möglichkeit zu malen, zu spielen und zu basteln, und CD, bzw. Musik zu hören.

Der Ruheraum (Beschreibung aus Sicht der Erzieherin)

Am Vormittag für Kindergartenkinder:

  • Der Ruheraum dient den Kindern als Rückzugsmöglichkeit mit selbstausgewählten Kindern.
  • Unser Beschäftigungsmaterial ist auf diesen Raum abgestimmt (Bücher/ CD-Player/ Malutensilien / Mandalas….).
  • Der Ruheraum bietet den Kindern die Möglichkeit zu einer ruhigen Beschäftigung, zur Konzentration und Erholung bzw. Entspannung.
  • Hier können sie ihren eigenen Rhythmus finden und bestimmen, dies fördert die Entwicklung der Selbststeuerung.
  • In diesem Raum findet „kein“ Lärm statt, den Kindern wird ein Recht auf Privatsphäre ermöglicht.
  • Den schlauen Füchse werden gezielte Angebote in einer Kleingruppe ermöglicht.
  • Eine Störung von außen wird nach Möglichkeit vermieden, um ein günstige Lernumgebung zu schaffen.

Am Nachmittag für die Hortkinder

  • Die Hortkinder machen in diesem Raum ihre Hausaufgaben , auch hier sollte keine Störung von außen erfolgen, auf eine positive Lernumgebung wird geachtet.
  • Die Hortkinder können dort Tischspiele für ältere Kinder auswählen, ebenso haben sie die Möglichkeit sich mit ihren eigenen „ Kreativkisten“ – gefüllt mit Mal- und Bastelutensilien – zu beschäftigen.

Im Laufe des Jahres ist von uns geplant im Ruheraum auch eine

„LERNWERKSTATT“

einzurichten, wie z.B.

  • Einen Bereich mit Montessori-Material für Übungen des täglichen Lebens (Schüttübungen / verschiedene Verschlüsse bedienen etc…)
  • Oder einen Bereich zum Experimentieren mit Buchstaben
  • Oder eine Forscher – und Experimentierecke, in der Kinder sich mit naturwissenschaftlichen Phänomenen beschäftigen können.